Gemeinschaft Erfurt Carneval

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Die Erfurter Narren tragen ihr Herz an der richtigen Stelle

Prinz Christian I. übergab Spende an das Kinderhospiz. Prinzenpaar und Gemeinschaft Erfurter Carneval hatten 6000 Euro gesammelt

Seine vorerst letzte Amtshandlung vor der Proklamation des neuen Prinzen nahm Erfurts Karnevalsprinz Christian I. nun vor.

Ein Prinz hat auch im Sommer zu tun, welchen wichtigen Termin hattest du?
Wir konnten im Namen des Erfurter Prinzenpaares und der Gemeinschaft Erfurter Carneval unsere Spenden an das Kinderhospiz Mitteldeutschland überreichen. Unser Herzensprojekt hat uns seit Beginn der Session immer begleitet. Es war Prinzessin Jule und mir ein Bedürfnis, nicht nur die Spende zu tätigen, sondern auch ein Bild der Situation vor Ort zu erhalten.
 
Wie war es?
Wir wurden sehr liebevoll empfangen. Dieses Gefühl vor Ort ist unbeschreiblich. So traurig und herzzerreißend diese Angelegenheit ist, ist es kein Haus der Traurigkeit, jeder einzelne Mitarbeiter trägt eine enorme Verantwortung und mobilisiert alle verfügbaren Kräfte, um die letzte Zeit so angenehm wir nur möglich für die Familie zu gestalten.
 
Wisst ihr, was im Kinderhospiz davon finanziert werden soll?
Es ist für kein spezielles Projekt. Neben all den geplanten Erweiterungen des Geländes sowie die jährlich angewiesen Spenden in Millionenhöhe ist jeder Spendenbetrag absolut richtig angelegt und findet die optimale Verwendung. Dieser Ort in Tambach-Dietharz ist einfach so wichtig, allein als Zufluchtsort der Familien, um ein klein wenig Normalität zu erhalten.
 
Wie viel Euro konntet ihr spenden?
Wir sind stolz einen Betrag von 6000 Euro erreicht zu haben und überreichen zu können.
 
Waren denn Erfurts Narren spendierfreudig?
Ja, die Erfurter Narren tragen ihr Herz an der richtigen Stelle. Wir sind sehr dankbar für den unglaublichen Zuspruch während unserer Kampagne. Die Gemeinschaft hielt zusammen und machte sich stark für die Familien. Einen Großteil der Spenden erreichten wir durch das traditionelle Prinzenfrühstück, bei dem wir kurzerhand und ungewohnt Eintritt nahmen, das direkt im Spendentopf landete. Diese Idee wurde durchgehend positiv aufgenommen. Sozusagen hat jeder Karnevalist dazu beigetragen, allein mit seinem Erscheinen, etwas Gutes zu tun.
 
Woher kam sonst noch Geld?
Ich konnte auch meinen langjährigen Freund Benjamin Kärst für diese Spendenaktion begeistern, der sich regelmäßig für das Kinderhospiz engagiert. Er arbeitet für die Firma Mewa und hat als Verkaufsleiter Deutschland der Großkundenabteilung einen großen Wirkungskreis. Gemeinsam mit seinen Kollegen und Mitarbeitern aus ganz Deutschland konnte er 3000 Euro zusammentragen.
 
Das ist eine Menge, immerhin die Hälfte der Gesamtspende.
Ja und darüber sind wir sehr froh und dankbar. Mewa ist ein Familienunternehmen mit 110 Jahren Tradition, das seine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft ernst nimmt und sich viel für soziale Projekte engagiert. Im Fokus steht das Thema Kinder und Jugendliche. Deshalb zögerte mein Freund nicht lange, als es darum ging, sich als Team persönlich zu engagieren und für das Kinderhospiz zu spenden.
 
Die Karnevalszeit nutzen, um für eine gute Sache Spenden zu sammeln, setzt sich zunehmend durch. Würdet ihr ein solches Engagement auch beim Prinzenpaar der kommenden Saison gern sehen?
Ich wünsche es mir nicht nur im Karneval und vom kommenden Prinzenpaar. Ich hoffe, unsere Aktion hat einige Menschen dazu bewegt, sich über dieses Thema Gedanken zu machen. Ich finde es schlimm und nicht richtig, dass solche Institutionen auf private Spendengelder angewiesen sind. Diese Situation, so schlimm wie sie ist, kann leider jeden treffen und verändert das Leben von heute auf morgen. Es sind auch nicht die Spendengelder, jeder kann auf eine Art und Weise helfen, sei es durch bloße Anwesenheit und Unterstützung vor Ort oder andere Menschen darüber zu informieren.
 
Was steht für euch als Prinzenpaar noch an?
Sehnsüchtig warten wir auf den 11.11., da dieser Tag unser nächster und leider auch letzter offizieller Termin ist. Dann heben wir das neue Prinzenpaar in Amt und Würden.
 
Ein letzter Rückblick – wie war die Zeit als Prinzenpaar?
Unvergesslich, davon können wir noch unseren Enkeln erzählen. Nach dem Motto, weißt du, damals, als dein Opa Prinz war.
 
Text: Anja Derowski (Thüringer Allgemeine)
Foto: Christian Haß
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