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Zu Gast bei Kanzlerin Merkel

Audienz erhielt gestern auch das Erfurter Prinzenpaar, das den Freistaat als frisch gewähltes Landesprinzenpaar vertrat

Allmählich nimmt die Karnevalszeit Fahrt auf, die Termine des Erfurter Prinzenpaares Ricarda I. und Samu I. häufen sich zunehmend. Einen wichtigen absolvierten die beiden gestern in Berlin: Sie waren zu Gast im Kanzleramt.

Prinz Samu, ist das Führungszeugnis Eurer Hoheit überhaupt so rein, dass Einlass im Kanzleramt gewährt werden konnte?
Natürlich (lacht). Würden Sie daran jemals zweifeln? Schließlich waren wir letztens erst beim Polizeiinspektionsdienst Erfurt Nord, da saß ich in einem Polizeiauto – also am Steuer. Doch bleiben wir beim Protokoll, ja wir mussten vorab die Namen aller Mitreisenden dem Kanzleramt melden.

Wer gehörte zum Gefolge?
Wir wurden begleitet von Michael Danz, dem Vorsitzenden des Landesverbandes Thüringer Karnevalsvereine (LTK), von Prinzenführer Alexander Theis, Anja Moosmann, von meinen Ordonnanzen Willi und Sascha, von Andreas Friedrich vom Präsidium des Landesverbandes und vom GEC-Ehrenmitglied Heinz Küthe, der das Auto der Prinzessin fuhr. Im Kanzleramt wurden wir kontrolliert, auch mit Metalldetektoren. Ricarda hatte schon die Krone auf, ein Geräusch ertönte. Da meinte die Security: Sie haben nur oben gepiept, kein Problem.

Wie war es mit Angela Merkel?
Ich muss sagen: Ich war danach erstmal geflasht. Wir sind das Prinzenpaar – und herein kam die Königin. Es war Wahnsinn, wie alle zu ihr schauten, als sie den Raum betrat.

Konnten Sie denn mit der Kanzlerin sprechen?
Ich bin nicht hingefahren, um mit ihr über Politik zu reden. Ich habe ihr gesagt, dass ich es schade finde, dass ich ihr nicht den Orden umhängen darf. Aber es ist logisch, dass sie nicht die 16 Orden aller Paare um den Hals tragen kann und wir uns ans Protokoll halten mussten. Doch gebützt hätte ich sie schon gern, da sagte ich ihr auch.

Geküsst? Wie reagierte sie?
Sie lachte wegen meines Spruches, da drückte ich ihr gleich noch den roten Rahmen mit einem Foto von uns in die Hand und bat sie, ihn in ihrem Büro aufzuhängen. Und wir bekamen die Aufgabe, Thüringen zu grüßen. Was ich an dieser Stelle gern mache.

Prinzessin Ricarda, Ihr Gewand strahlt im schönsten Glanz. Man sagt Frau Merkel nicht den besten Modegeschmack nach – aber hat sie sich zum Kleid geäußert?
Sie sagte nur Hallo zu mir, ansonsten sprach sie mit dem Prinzen. Ich überreichte ihr meinen Prinzessinnenorden, das war mir wichtig. Der Besuch war eine schöne Erfahrung. Irgendwie war es auch surreal. Man sieht sie in der Tagesschau und dann hier. Und sie hatte echt gute Laune. Sie ist kleiner als ich dachte, ihr Händedruck war angenehm.

Ging es nach dem Empfang im Kanzleramt gleich wieder nach Hause?
Nein, wir wurden am Abend in der Thüringer Landesvertretung empfangen, unter anderem von der Staatssekretärin für Kultur und Europa, Babette Winter. Das war recht schön, ich denke, Ricarda und ich als Landesprinzenpaar haben Thüringen würdig vertreten. Danach habe n wir noch ein bisschen von der Berliner Nachtlebentorte genascht.

Foto: Verein

Text: Anja Derowski (Thüringer Allgemeine)

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