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Prinzessinnentaufe in Erfurt

Prinzessin Jule I. wird am 25. Januar von GEC-Präsident Thomas Kemmerich getauft. Erlös dient gutem Zweck: Jeder, der Lust hat, darf mitbieten

Am 25. Januar findet die Prinzessinnentaufe statt. Diese mittlerweile zur Tradition gewordene Aktion ist in ihrer Form nahezu einmalig in Deutschland, entstanden war die Idee vor vielen Jahren, als die Brauerei noch existierte. Wir sprachen mit Erfurts Karnevalsprinzessin Jule I. über diesen Brauch, dessen Zweck und was das Paar weiterhin geplant hat.

Eure Majestät, bald werdet Ihr getauft – mit Schampus und viel Tamtam. Wie bereitet sich eine Prinzessin darauf vor?
Ich weiß gar nicht, ob man sich so richtig darauf vorbereiten kann. Aber große Vorfreude habe ich in mir. Ich bin sehr gespannt auf diese Veranstaltung und freu mich einfach auf den Abend. Manchmal ist es besser, sich nicht so viel auf Sachen vorzubereiten, es kommt eh immer anders als geplant.
Sind Sie im wahren Leben getauft?
Nein bin ich nicht. Somit ist es quasi eine Premiere für mich.
Bei der Prinzessinnentaufe geht es auch um einen guten Zweck. Wofür wird Ihre Kleidung versteigert?
Die Einnahmen aus der Versteigerung kommen der Nachwuchsförderung zugute. Wir als Prinzenpaar sind sehr daran interessiert, Spenden für das karnevalistische Brauchtum zu sammeln. Also fleißig mitbieten! Außerdem haben wir Merchandise-Artikel anfertigen lassen, die wir auf unseren Veranstaltungen anbieten. Das Geld, das wir beim Verkauf einnehmen, spenden wir an unser Herzensprojekt – das Kinderhospiz in Tambach-Dietharz.
Wer kann mitbieten?
Jeder, der Lust hat, darf mitbieten und soll natürlich auch mitbieten, schließlich ist es für den guten Zweck. Versteigert wird an diesem Abend mein Ornat, also mein Kleid mit Zubehör.
Die Taufe ist öffentlich?
Ja genau. Es ist eine öffentliche Veranstaltung im Porsche Zentrum Erfurt. Ich würde mich riesig freuen, wenn wir den Saal voll bekämen.
Was ist an diesem Abend noch zu erleben?
Neben der Versteigerung meines Kleides und der Taufe durch unseren GEC-Präsidenten Thomas Kemmerich wird es ein kleines karnevalistisches Rahmenprogramm geben. Selbstverständlich ist auch für Verpflegung gesorgt.
Sind Sie schon richtig angekommen in der Rolle als Erfurts Karnevalsprinzessin?
Wir stehen noch am Anfang unserer Session und doch haben wir schon einige Termine absolviert. So langsam hab ich mich an meine Rolle gewöhnt, auch wenn es anfänglich etwas ungewohnt war. Aber ich fühle mich sehr wohl als Prinzessin – liegt wahrscheinlich auch an meinem netten Prinzen (lacht).
Zurück zum guten Zweck: Ihr sammelt für das Kinderhospiz in Tambach-Dietharz. Wie geht es voran?
Am vergangenen Wochenende fand unser Prinzenfrühstück statt. Unsere Gäste haben mit ihrer Teilnahme bereits unser Projekt unterstützt, die Eintrittsgelder kommen dem Hospiz zu 100 Prozent zugute. Außerdem haben wir Kaffeetassen fertigen lassen, auf denen Prinz Christian und ich abgebildet sind. Die Einnahmen spenden wir ebenso dem Kinderhospiz. Zu unserer großen Freude konnten wir bereits viele Tassen beim Prinzenfrühstück verkaufen. Wir freuen uns über jede Unterstützung und werden bei jeder Veranstaltung fleißig sammeln. Neben der finanziellen Unterstützung ist auch noch eine Veranstaltung in der Messe Erfurt geplant, bei der die kranken Kinder mit Familien und Geschwisterkindern eingeladen sind, um einen unbeschwerten und sorgenfreien Tag zu erleben.
Am 11. Februar findet der Festumzug statt. Was wünschen Sie sich für den Umzug?
Das ist ein sehr großes Highlight für uns alle und ich kann es kaum erwarten, ganz oben auf dem Wagen zu stehen. Aber man muss auch sagen, dass hinter dem ganzen bunten Treiben eine Riesenarbeit steckt. Die Organisation des Umzugs, die Absicherung und natürlich auch die Finanzierung liegen in der Hand der GEC. Natürlich gibt es zahlreiche Sponsoren, die tatkräftige Unterstützung leisten. Aber die Unterstützung der eigenen Stadt lässt leider noch etwas zu wünschen übrig. Diesen Umstand finde ich sehr schade, denn Erfurts Umzug ist mit circa 80 000 Besuchern der größte in der Region und wird in einem Atemzug mit Köln, Aachen und Mainz genannt. Eine bessere Werbung kann sich eine Stadt kaum wünschen. Ich würde mich freuen, wenn sich die Stadtverwaltung an diesem Projekt tatkräftig beteiligen würde.
Verraten Sie uns, was Sie bei der Taufe tragen werden?
Mein Kleid – aber was drunter ist, wird noch nicht verraten.
 
Foto: Michael Kremer
Text: Thüringer Allgemeine
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